Die Umgebung wahrzunehmen heißt demnach nicht nur, daß das Gehirn direkte Signale von einem bestimmten Stimulus empfängt, von unmittelbaren Bildern ganz zu schweigen.
Vielmehr verändert sich der Organismus auch selbst, so daß die Schnittstellen aufeinander abgestimmt werden.
Der Körper im engeren Sinne ist nicht passiv.
Vielleicht nicht weniger wichtig:
Die meisten Interaktionen mit der Umgebung finden statt, weil der Organismus sie braucht, um die Homöostase aufrechtzuerhalten, den Zustand eines funktionellen Gleichgewichtes.
Fortwährend wirkt der Organismus auf seine Umgebung ein (Handeln und Exploration waren zuerst da), so daß er günstige Voraussetzungen für die Interaktionen schaffen kann, die er zum Überleben braucht. [...] Die Wahrnehmung dient nicht weniger dazu, auf die Umwelt einzuwirken, als Signale von ihr zu erhalten.